| Der Ursprung des Kloster Medingen |
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Viele Klostergründungen im 12. und 13. Jahrhundert erfolgten, um die heidnischen Wenden im Osten zu christianisieren aber auch, um den Landesherren weitere Ländereien zu verschaffen. Und wie so viele andere Klostergründungen geht diese in Medingen auch auf eine Legende zurück:
Danach soll der Laienbruder Johannes aus einem nicht näher bezeichneten Kloster im Magdeburgischen im Jahre 1228 bei seiner Arbeit auf dem Felde eine Stimme vernommen haben, die ihm auftrug, eine Klostergründung vorzunehmen. Auf der Suche nach einer geeigneten Stätte hielt sich die kleine Gruppe zuerst in Restorf an der Elbe, nach 7 Jahren in Plate bei Lüchow auf. Nach dem Tod des Johannes im Jahre 1237 überließ schließlich das Kloster Rastede den Nonnen Besitzungen in Bohndorf. Doch auch dort gab es keine Ruhe. Wendische Bauern erschlugen 1240 Helmold, der Johannes im Amt des Propstes nachgefolgt war, als er in Ausübung seines Amtes bei den Bauern Lebensmittel für seinen Konvent holen wollte. Erst als die Ritter von Meding in Altenmedingen die Kirche und auch einigen Grundbesitz dem Orden übereigneten, kam die Klostergründung zu einem vorläufigen Abschluss. Bereits am 24. August 1241 konnten nach einigen Umbauten die Kirche, der Friedhof und das Kloster geweiht werden. Hier blieb der Konvent fast 100 Jahre lang und wurde sehr wohlhabend, denn bereits 1264 erwarb das Kloster Rechte an der Lüneburger Saline. |